Canthariden.
"Wo die Natur einen
Schmerz erzeugt, dort
will sie schädliche
Stoffe anhäufen und
ausleeren. Wo sie dies
nicht selbst fertig
bringt, dort lasse man
diese über die Haut
heraus." Meinte
PARACELSUS der dem
Cantharidenpflaster
einen besonderen
Stellenwert, vor
allem bei
verschiedenen
Schmerzzuständen gab.
HUFELAND bezeichnete es
als eines der
wirksamsten
Heilverfahren.
Die Cantharide,
(Lytta vesicatoria)
auch "Spanische
Fliege", ist eine
Laufkäferart. Aus ihr
wird ein Pulver
erzeugt, das bei
Anwendung auf der
menschlichen Haut eine
Entzündung hervorruft,
die einer Brandblase
vergleichbar ist.
Cantharidenpulver
wird als Pflaster oder
Paste auf die Haut
aufgebracht. Die
entstehende Blase
entlastet örtlich das
Lymphsystem und
regt den Stoffwechsel
im umgebenden Gewebe
stark an. Die Methode
gehört eher zu den
drastischen Verfahren
und ist ein wenig
unangenehm.
Nach
humoralpathologischen
Vorstellungen wird
Krankheit durch eine
falsche Mischung der
Körpersäfte erzeugt.
Das
"Blasenpflaster"
dient zur Ableitung
schädlicher Säfte.
Die
Hauptindikationen sind
Wirbelsäulen- und
Gelenkleiden. Aber
auch:
-
Tumorschmerzen
(bei isolierten
Knochenmetastasen)
-
Mittelohrentzündungen
- Akuter
Hörsturz,
Schwindel, Tinnitus
u.a.
Eine wichtige
Nebenwirkung ist die
Hyperpigmentierungen (=
dunkle Verfärbung) des
behandelten
Hautbezirks. Deshalb
habe ich einige
Indikationen, welche
Hautverfärbungen an
sichtbaren
Körperregionen
verursachen, hier nicht
aufgeführt.
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